Geschichte des Amateurfunks

Gemeinhin werden Heinrich Hertz und Guglielmo Marconi als die Väter des Amateurfunks betrachtet, doch lässt sich die Geschichte noch viel weiter, bis vor den Beginn der Menschheit, zurückverfolgen.

Schon die ersten Menschen konnten helle Himmelsphänomene beobachten, die als Strafe des Himmels betrachtet wurden. Wir wissen heute, dass diese Blitze nichts anderes sind, als eine Funkentladung infolge elektrischer Ladungsunterschiede.

Die alten Ägypter wussten schon über 2500 Jahre vor Christus, dass es ungünstig ist, bestimmte Fische (z.B. den Zitteraal) zu berühren. Diese haben nämlich Organe, die hohe elektrische Spannungen freisetzen können.

Die alten Griechen erkannten, dass der Bernstein (altgriechischer Name: ἤλεκτρον, elektron) elektrostatische Aufladungen hat. Der griechische Naturphilosoph Thales von Milet befasste sich um 600 vor Christus mit elektrostatischen Aufladungen.

Um 1600 erkannte der britische Arzt und Physiker William Gilbert, dass sich Glas und Edelsteine bei Reibung  wie Bernstein verhalten und nannte diese Materialien "electrics" und die zugrundeliegenden Kräfte "vis electrica". Damit war der Begriff "Elektrizität" geboren.

Otto von Guericke baute 1663 eine Elektrisiermaschine, die aus einer Schwefelkugel mit Drechachse bestand.

1733 erkannte Charles du Fay, dass es zwei verschiedene "Elektrizitätsarten" gibt, die er Glaselektrizität und Harzelektritzität nannte. Heute sprechen wir von positiver und negativer Ladung.

1744/1745 experimentierten Pieter van Musschenbroek und Ewald Jürgen Georg von Kleist unabhängig voneinander mit Metallteilen und Gläsern, die an eine Elektrisiermaschine angeschlossen wurden. Bei verschiedenen Versuchsanordnungen bekamen sie elektrische Stromschläge. Einige Verbesserungen führten zur Leidener Flasche (auch als Kleistsche Flasche bekannt), die als die älteste Bauform des Kondensators gilt.

Benjamin Franklin (1706 - 1790) prägte die Begriffe "Plus" und "Minus" und erfand um 1750 den Blitzableiter.

Luigi Galvani experimentierte 1780 mit Froschschenkeln und Metallen. Er stellte fest, dass sich die Muskeln kontrahieren, wenn man sie mit Kupfer und Eisen (die miteinander verbunden sind) berührt. Er legte damit die Grundlagen für die Entwicklung elektrochemischer Zellen.

Die erste funktionierende Batterie wurde um 1800 von Allessandro Graf von Volta auf der Grundlage der Experimente von Galvani erfunden: die Voltasche Säule. Sie bestand aus vielen übereinander geschichteten Plättschen aus Kupfer und Zink, die durch anfangs salzwassergetränkte Textilstücke in bestimmter Anordnung getrennt waren. 1897, 70 Jahre nach dem Tod Voltas, wurde für die elektrische Spannung die Maßeinheit Volt festgelegt.

Bekannte Namen, die noch näher ausgeführt werden:

- Ampère
- Faraday
- Hertz
- Maxwel
- Ohm
- Marconi
- ...

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